Suonen

 
Aufbau und Funktionsweise 

Suonen sind Wasserkanäle, die das Wasser von den Quellen in den Bergen zu den Feldern und Höfen leiten. Sie liegen an Gefällen an, die eine natürliche Wasserzirkulation ermöglichen. Häufig anzutreffen sind Suonen vor allem im Kanton Wallis. Früher wurden die Kanäle mit einfachen Mitteln, wie Holzrinnen und Steinen gebaut.  

Historischer Hintergrund 

Suonen haben ihren Ursprung im 13. Jahrhundert, als die ersten Wasserkanäle in den Alpen angelegt wurden. Sie wurden angelegt, damit die Bewässerung der Weiden gewährleistet werden konnte, was bis anhin aufgrund der geografischen Lage und des kargen Klimas schwierig war. Die ersten Suonen wurden von Mönchen angelegt, mit dem Ziel die Landwirtschaft zu ermöglichen und das Überleben in den Bergen zu erleichtern. 

Bedeutung für die Landwirtschaft 

Suonen ermöglichen die Bewässerung von landwirtschaftlichen Flächen in den Bergregionen, die sonst kaum nutzbar wären. Durch dieses Bewässerungssystem kann die landwirtschaftliche Produktion auf heutigem Niveau betrieben werden und auch die Vielfalt der angebauten Landwirtschaftsprodukte erhöht werden. Zudem wird die Wasserversorgung in den Berghäusern und des Viehs auf den Weiden sichergestellt.